Sunday, August 29, 2010

demut

arrangement

kein freud ist ohne schmerz

 
Kein Freud ist ohne Schmerz, kein Wollust ohne Klagen,
Kein Stand, kein Ort, kein Mensch ist seines Kreuzes frei.
Wo schöne Rosen blühn, stehn scharfe Dorn dabei,
Wer außen lacht, hat oft im Herzen tausend Plagen,
Wer hoch in Ehren sitzt, muß hohe Sorgen tragen,
Wer ist, der Reichtum acht' und los von Kummer sei?
Wer auch kein' Kummer hat, fühlt doch, wie mancherlei
Traurwürmlin seine Seel und matte Sinn durchnagen.
Ich sag es offenbar, so lang der Sonnen Licht
Vom Himmel hat bestrahlt mein bleiches Angesicht,
Ist mir noch nie ein Tag, der ganz ohn' Angst, bescheret!
O Welt, Du Tränental, recht selig wird geschätzt,
Der, eh er einen Fuß hin auf die Erden setzt,
Bald aus der Mutter Schoß ins Himmelslusthaus fähret.
 
Andreas Gryphius (1616-1664)

sunset

später sommer

Letzte Sommerstimmung. Der Himmel ist grau, es ist kühl geworden, die Pflanzen verändern sich, Andreas spielt das Adagio von Samuel Barber, schlecht geschlafen. 
Aber vielleicht kommt gleich ein schönes Stück von Bach und die Stimmung ändert sich wieder. Gestern waren wir in der Stadt und haben in einem Anfall von Wahnsinn mehrere DVDs und CDs gekauft, Wer weiß wann wir die Filme mal sehen werden. Haben noch so viel auf Vorrat.... Heute abend läuft auf Arte "What´s new Pussycat" den werden wir auf jeden Fall sehen und davor schön was indisches Essen. Dann beginnt die Woche wieder und ich sollte dringend die Lieder üben, wie schade dass ich es noch immer nicht gelernt habe vom Blatt zu singen...

Saturday, August 28, 2010

voices of unseen spirits

Richard Hovey

Here falls no light of sun nor stars;
No stir nor striving here intrudes;
No moan nor merry-making mars
The quiet of these solitudes.
Submerged in sleep, the passive soul
Is one with all the things that seem;
Night blurs in one confusèd whole
Alike the dreamer and the dream.
O dwellers in the busy town!
For dreams you smile, for dreams you weep.
Come out, and lay your burdens down!
Come out; there is no God but Sleep.
Sleep, and renounce the vital day;
For evil is the child of life.
Let be the will to live, and pray
To find forgetfulness of strife.
Beneath the thicket of these leaves
No light discriminates each from each.
No Self that wrongs, no Self that grieves
Hath longer deed nor creed nor speech.
Sleep on the mighty Mother's breast!
Sleep, and no more be separate!
Then, one with Nature's ageless rest,
There shall be no more sin to hate.

abendstimmung